WLAN vs Internet

Leider haben wir regelmäßig mit den folgenden beiden Aussagen zu tun:

Es kann nicht an den Einstellungen des Router liegen, da mein WLAN funktioniert.

und

Hier ein Foto meiner funktionierenden WLAN-Verbindung, mein Anschluss muss defekt sein.

Zugrunde liegt hier wohl, dass gar kein Unterschied zwischen WLAN und der Zugangsmöglichkeit zum Internet bekannt ist.

Hier sind drei Beispiele die euch den Unterschied erklären könnten.

Stell dir vor, dein Zuhause ist wie eine große Bibliothek (die das Internet darstellt). Der Bibliothekar (dein Router) hilft dir und deiner Familie, Bücher (Daten) zu finden und auszuleihen. Ihr könnt mit dem Bibliothekar über Funkgeräte (das ist deine WLAN-Verbindung) sprechen.

Jetzt kann es aber sein, dass zwar das Funkgerät des Bibliothekars einwandfrei funktioniert und du mit ihm reden kannst (du hast eine WLAN-Verbindung), die Bibliothek jedoch geschlossen oder nicht zugänglich ist (die Internetverbindung ist unterbrochen).

Also, nur weil das Funkgerät (WLAN) funktioniert, heißt das nicht unbedingt, dass die Bibliothek (Internet) auch offen ist. Die beiden Dinge hängen zwar zusammen, sind aber nicht das Gleiche!

oder

Stell dir vor, dein WLAN-Router ist wie ein Postamt in deinem Zuhause. Alle deine Geräte (wie Handys, Laptops und Fernseher) senden und empfangen Nachrichten über dieses Postamt. Nur weil das Postamt geöffnet ist (also deine Geräte sind mit dem Router verbunden), heißt das nicht unbedingt, dass es Post von oder in die weite Welt schicken oder empfangen kann.

Die Internetverbindung ist wie die Lastwagen, die zum Postamt kommen und von dort wieder wegfahren. Wenn keine Lastwagen kommen oder gehen (also keine Internetverbindung), dann kann dein Postamt keine Post über dein Zuhause hinaus senden oder empfangen. Deine Geräte können immer noch „miteinander reden“ im Haus, wie Dateien senden oder drucken, aber sie können nichts aus der weiten Welt wie Webseiten oder Online-Spiele erreichen.

oder

Eine WLAN-Verbindung zu einem Router ist so, als wäre man mit der Telefonzentrale im eigenen Haus verbunden. Man kann mit anderen Geräten im Haus kommunizieren, wie zum Beispiel dem Smartphone mit dem Smart-TV. Das bedeutet aber nicht, dass die Zentrale auch mit der Außenwelt verbunden ist.

Der Router hat noch eine andere Aufgabe: Er muss sich mit dem Internet verbinden. Das ist so, als würde man die hauseigene Telefonzentrale mit dem großen Telefonnetz draußen verbinden. Wenn diese Verbindung fehlt oder nicht funktioniert, kann man nicht im Web surfen, Online-Videos ansehen oder irgendetwas anderes tun, das das Internet benötigt, selbst wenn man immer noch via WLAN mit dem Router verbunden ist.

Also ist die WLAN-Verbindung zum Router nur der erste Schritt. Der Router selbst muss auch mit dem Internet verbunden sein, damit man die meisten Dinge tun kann, die man online machen möchte.

Neu eingezogen?!

Herzlich willkommen im Wohnheim! Schön, dass du hier bist.

Falls du dich fragst, wie das mit dem Internet läuft: Keine Sorge, es ist ganz einfach! In deinem Zimmer findest du eine Dose in der Wand, die dir direkten Internetzugang bietet. Du möchtest lieber WLAN? Kein Problem! Du kannst ganz einfach deinen eigenen WLAN-Router einrichten.

Falls du noch keinen Router hast, kannst du dir für ungefähr 35 € einen zulegen. Wir haben sogar eine Liste mit Routern, die hier gut funktionieren. Allerdings empfehlen wir keine bestimmte Marke oder Modell. Nur ein kleiner Tipp: FritzBoxen sind eher nicht zu empfehlen, und es ist eigentlich nicht nötig, mehr als 50 € für einen Router auszugeben.

Falls du mal auf ein Problem stößt oder Hilfe benötigst, scheue dich nicht, uns über das Kontaktformular zu schreiben. Bitte nutze immer dieses Formular, damit wir alle Infos haben, die wir brauchen, um dir schnell und effizient zu helfen.

Viel Spaß und eine angenehme Zeit im Wohnheim!

Euer ehrenamtlicher Arbeitskreis Netzwerke

Speedtest

Wir haben seit einiger Zeit einen internen Test für euch aufgesetzt. Unter netz-ak.de/intern-speedtest könnt ihr sehen, wie viel eure Verbindung im Wohnheimszimmer hergibt. Wir hoffen, dass alle Geräte, die ihr per Kabel mit unserem Netzwerk verbunden habt, einen Ping von unter 5 und einen winzigen Jitter haben.

Ein hoher Jitter von über 5 spricht dafür, dass das Gerät, von dem aus ihr messt, per WLAN verbunden ist und eventuell von dem, was wir als 2,4 GHz-Problem bezeichnen betroffen sind.

Down- und Upload sollten beide knapp unter dem jeweiligen Maximum eures Gebäudes liegen, also 100 MBit/s oder 1 GBit/s (1000 MBit/s). Wie schnell die Anschlüsse in eurem Wohnheim sind, findet ihr unter der Karte zum Ausklappen auf der Seite Zahlen und Fakten.

Keines der Wohnheime erreicht derzeit das Limit seiner Anbindung.

Weshalb ich fürs Wohnheimszimmer keine FritzBox kaufen würde

Eine FritzBox hat in der Regel ein Bundel von Funktionen, die sie für den Einsatz in einem Büro oder in einem Familienhaushalt sehr attraktiv macht.
Im Wohnheim braucht man die folgenden Funktionen nicht:

  • DSL-Modem
  • Festnetz-Telefone, Faxe, Türsprechanlagen anschließen
  • Mesh, Repeater, Powerline

All diese Funktionen sind bei einer FritzBox in der Regel enthalten und müssen daher auch bezahlt werden.

Dadurch ist eine FritzBox immer teurer als ein reiner WLAN-Router.
Eure Internetverbindung wir durch die Verwendung einer FritzBox nicht schneller.

Ein Router, der ein WLAN im 5 GHz-Frequenzbereich erstellen kann, kostet ~ 35€.

Selbst eine gebrauchte FritzBox 4040, die ihr eventuell noch herumliegen habt, könnt ihr vom Wert her gegen zwei sehr gute WLAN-Router eintauschen.

Zu guter Letzt, ist ein Gerät mit so vielen Funktionen natürlich auch schwieriger einzurichten als ein simpler WLAN-Router.

Aussetzer im 2,4 GHz-WLAN

Der Grund, weshalb wir von Router abraten, die kein 5 GHz-WLAN aufbauen ist einfach.
Im Frequenzbereich von 2,4 GHz gibt es zwölf Kanäle, also können theoretisch maximal zwölf solcher WLANs nebeneinander existieren. In der Praxis funktionieren maximal vier 2,4 GHz-WLANs nebeneinander, ohne sich zu stark zu stören.
2,4 GHz geht sehr gut durch Wände, kann aber weniger schnell Daten übertragen.
Für die Anwendung im Wohnheimszimmer ist ein 2,4 GHz-WLAN also sehr wahrscheinlich von Störungen und Ausfällen betroffen, wenn ihr mehr als vier Nachbarn im Abstand von 30 Metern um euch herumhabt (auch über und unter euch!).
Für WhatsApp und Surfen reicht auch ein schlechtes WLAN, aber für Videokonferenzen wahrscheinlich nicht.

WLAN plötzlich tot? März 2021

Einige von Euch haben ihr WLAN nicht über WLAN-Router betrieben, sondern über Accesspoints oder Repeater. Dadurch hatten andere Leute im Haus gelegentlich keinen Zugang zum Internet.

Accesspoints oder Repeater dürfen daher bei uns im Netzwerk nicht betrieben werden. Dies steht so in unseren Anleitungen und nun sind wir gezwungen in dies allen Wohnheimen auch durchzusetzen.

Damit Ihr schnell wieder online seid, schaut bitte in der Anleitung, ob das Gerät, mit dem Ihr ein WLAN bauen wollt, dort aufgelistet ist und mit „ja“ markiert ist.

Wenn euer Router mit „ja“ markiert ist, muss er nur richtig eingestellt werden und Ihr habt sofort wieder Netz. Guckt bitte in die Anleitung, probiert es aus und meldet euch, wenn Ihr erfolglos wart, mit dem Betreff „WLAN im Wohnheimszimmer“ bei uns.

Alle die ein Gerät besitzen, das in der Anleitung mit „nein“ markiert ist und sich bei uns melden, bekommen eine Übergangslösung angeboten, damit sie möglichst schnell wieder online sind.

Erreichbarkeit und Ankündigung:

In jedem Haus sollte NetzAK_Aushang_Stand_WS2020 im Hauseingang hängen.

Alle Umstellungen die wir als Arbeitskreis machen, kündigen wir auf unserer Webseite an.

Für uns ist es sehr wichtig, dass die aktuellste Version des Aushangs hängt, damit Ihr uns schnell und unkompliziert erreicht.

Fall der Aushang fehlt, könnt Ihr den ganz pragmatisch selbst drucken und aufhängen oder Eure Sachbearbeitung vom Studierendenwerk bitten, den Zettel aushängen zu lassen.

Zum Teil werden ältere Versionen unserer Aushänge leider nicht ersetzt, wenn Ihr das auch Eurer Sachbearbeitung meldet, bessert sich das eventuell.

Wenn Ihr uns über netz-ak.de kontaktiert, lassen sich die meisten Probleme innerhalb weniger Stunden per Mail lösen. (Sofern du im Wohnheim bist und deine Mails beantwortest.)

Wir arbeiten ehrenamtlich und sind daher auch am Wochenende und zu ungewöhnlichen Uhrzeiten erreichbar.

Wir telefonieren mit unseren privaten Telefonen, daher sind unsere Nummern immer unterdrückt. Wenn Ihr uns also etwas meldet und kurz danach eine private/ unterdrückte/ unbekannte Nummer anruft, ist das wahrscheinlich einer von uns.