Markt der Möglichkeiten – Universität Tübingen

Wann?: 15. Oktober; 18:00 bis 20:00 Uhr

Wo?: Hörsaalzentrum Morgenstelle, Universität Tübingen

Nächste Woche Donnerstag findet der Markt der Möglichkeiten der Universität Tübingen statt. Ihr habt dort die Gelegenheit uns und andere Hochschuleinrichtungen kennenzulernen.

Unser Tisch steht direkt beim Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim und ihr könnt und an den orangenen Shirts mit unserem Logo erkennen.

Kommt vorbei und lernt uns kennen 🙂

2026-08-31 Was passiert jetzt, wenn ihr uns schreibt?

Im Dezember habe ich hier Zahlen aus unserem Ticketsystem FreeScout gezeigt. Seitdem hat sich etwas geändert: Ich beantworte keine Tickets mehr. Nach fast zwanzig Jahren im Netz-AK habe ich mich im Frühjahr aus dem Support zurückgezogen.

Das ist eine gute Gelegenheit, noch einmal in die Statistik zu schauen. Nicht um zu prüfen, ob es ohne mich schlechter läuft. Sondern weil man an den Zahlen ganz gut sieht, dass es unterschiedliche Arten gibt, Leuten zu helfen. Und weil ich Statistiken einfach mag.

Das erste Jahr mit FreeScout: April 2025 bis März 2026

275 Personen haben uns geschrieben.
818 Antworten haben wir verschickt.
359 Tickets haben wir geschlossen.
Bei 167 davon hat eine Antwort gereicht.

Die erste Antwort kam im Schnitt nach anderthalb Stunden. Die Hälfte aller Anfragen wurde innerhalb einer Stunde beantwortet. Nur jede zwanzigste hat länger als einen Tag gewartet.

Was die Statistik auch verrät: Fast die Hälfte dieser 818 Antworten stammt von einer einzigen Person. Das war ich.

Seit April 2026

95 Personen haben uns geschrieben.
193 Antworten sind rausgegangen.
129 Tickets wurden geschlossen.
Bei 66 davon hat eine Antwort gereicht.

Die erste Antwort kommt jetzt im Schnitt nach gut zehn Stunden. Etwa jede sechste Anfrage wird innerhalb einer Stunde beantwortet, ein Drittel wartet länger als einen Tag.

Die Antworten verteilen sich jetzt auf drei Leute, die ungefähr gleich viel machen. Vorher hing die Hälfte an einer Person. Das ist für einen ehrenamtlichen Arbeitskreis eindeutig die gesündere Verteilung.

Zwei Arten zu helfen

Ich kenne das Gefühl, eine Mail abgeschickt zu haben und dann zu warten. Kommt sie an? Liest das jemand? Kümmert sich jemand? Diese Ungewissheit finde ich persönlich sehr unangenehm. Deshalb war mir wichtig, dass ihr sie gar nicht erst habt.

Also habe ich geantwortet, sobald ich die Mail gesehen habe. Oft innerhalb von Minuten, auch wenn die Antwort erst einmal nur hieß: Ich habe es gelesen, ich kümmere mich. Dann kam vielleicht eine Rückfrage, dann die eigentliche Lösung, und am Ende fast immer noch ein „Viel Spaß im Netz“. Das ergab im Schnitt drei Mails pro Person.

Heute sind es zwei. Die Antwort kommt später, dafür ist bei zwei Dritteln der Fälle nach einer Mail Schluss. Zum Teil, weil in Ruhe gelesen und dann einmal richtig geantwortet wird. Zum Teil aber auch, weil niemand mehr das „Viel Spaß im Netz“ hinterherschickt. Meine Freundlichkeit hat die alte Statistik also ein bisschen aufgebläht. Das gebe ich gerne zu.

Was ich damit sagen will: Wer abends um elf schreibt, weil das WLAN nicht geht, findet die schnelle Antwort besser. Wer eine Frage zum Router hat, bevor er einen kauft, dem ist eine durchdachte Antwort am nächsten Tag genauso recht. Beides ist Hilfe. Beides funktioniert.

Und es schreiben nicht weniger Leute. Auf den Monat gerechnet kommen fast so viele Anfragen wie im ersten Jahr, obwohl da der große Einzug im Oktober mit drin war. Der steht diesem Team noch bevor. Jede Anfrage bekommt eine Antwort, nur nicht mehr in derselben Stunde.

Was die Zahlen nicht sagen

Wer die Lösungszeiten vergleicht, sieht 68 Tage im ersten Jahr und 26 Tage seit April. Das klingt nach einer enormen Verbesserung, ist aber keine. Tickets werden bei uns von Hand geschlossen, wenn gerade Zeit ist. In einem ganzen Jahr sammeln sich mehr vergessene Tickets an als in fünf Monaten, und irgendwann räumt sie jemand weg.

Genau das ist übrigens passiert: Jemand aus dem Team hat seit April mehr Tickets geschlossen als Antworten geschrieben. Da hat offensichtlich einer aufgeräumt. Danke dafür.

Zum Schluss

Ich bin seit August 2006 im Netz-AK. Das Ticketsystem, aus dem diese Zahlen stammen, war eines der letzten Dinge, die ich eingeführt habe. Dass es jetzt ohne mich läuft, und zwar auf mehr Schultern als vorher, finde ich das beste Ergebnis, das diese Statistik zeigen kann.

Schreibt uns weiterhin, wenn ihr Fragen habt. Die Antwort kommt vielleicht erst morgen. Aber sie kommt.

Und wer selbst Lust hat, Tickets zu beantworten: Mitmachen.

Sommerfest WHO 17.06.2026

‚Hacking‘ bezeichnet unter anderem die kreative Zweckentfremdung von Elektronik zum Erreichen gesetzter Ziele.

Ob das Werfen eines Netzwerk-Switches zum Erreichen von recht athletischen Distanzen auch unter die Definition fällt, wollen wir morgen am 17. Juni ab 17:00 zusammen beim Dorfrats-Sommerfest austesten.

Kommt gerne vorbei!
Neben dem Switch-Weitwurf sind wir natürlich auch für regen Austausch über technische und nicht technische Themen zu haben.

Wir sind noch mit der Organisation beschäftigt, aber mit etwas Glück können wir morgen sogar noch einen Patch-Wettbewerb austragen!

2026-05-25 Vorsorgliches Switch-Upgrade Geislingen

Morgen am Pfingstmontag, den 25.05.2026, tauschen wir in der Kaiser-Wilhelm-Straße die 2021 verbauten damals schon alten Alcatel-Switches (die immerhin bereits Gigabit konnten) durch neue MikroTik-Hardware.

Es wird zu kurzen Ausfällen kommen.

Für uns ist die neue Hardware viel besser zu verwalten und macht unser Netzwerk zukunftssicher. Wir hoffen zudem, Verbindungsprobleme zu lösen, die ein paar von euch Geislingern uns in den letzten Wochen berichtet haben.

Update 25.05.2026 17 Uhr: Alle Arbeiten wurden erfolgreich abgeschlossen!

2026-02-27 Nachbearbeitung Totalausfall

Nach dem gestrigen Ausfall sind wir an der Behebung einiger kleinerer Probleme.

Die Ursache des Fehlers gestern können wir nicht sicher benennen. Sicher ist, dass unsere Batterien die Stromausfälle für 30-45 Minuten abfangen sollten, sehr lange an- und ausgegangen mehrfach pro Sekunde sind bis diese nach einigen Stunden erschöpft waren.
Die Geräte müssen ersetzt werden.

Ohne Strom hat sich unsere Hardware dann etwas um 21 Uhr ausgeschaltet und unser Netz ging offline.

Bis rund 1 Uhr am heutigen Tag wurde am Problem vor Ort gearbeitet und schlussendlich Strom aus einem anderen Raum in den Serverraum gelegt.

Seit 9 Uhr wird heute wieder gearbeitet. Wir richten wieder alles ein und suchen die Ursache für den Verlust der Verbindung nach Reutlingen.

Wir werden diesen Artikel ggf. updaten.

Update 15 Uhr: Willkommen zurück Reutlingen und Hechingerstraße!

2026-02-19 Wartung: Hardware-Upgrade Hechinger Straße 14

Heute Abend ab etwa 17 Uhr tauschen wir die alten Switches in der Hechinger Straße 14. Es kommt zu einem Internet-Ausfall von etwa einer Stunde.

Update: Der neue Switch schnurrt wie ein Kätzchen. Das Upgrade des Haus-Uplinks auf 10 Gbit/s gelang im ersten Anlauf jedoch nicht. Wir untersuchen die genaue Fehlerursache.

2026-02-11 Hardware-Tausch im Franzviertel & Eugenstraße

Am Mittwoch, den 11. Februar 2026, werden wir in deinem Wohnheim die alten Netzwerk-Switches durch neue Geräte austauschen. Dabei kommt es zu vorübergehenden Unterbrechungen deiner Internetverbindung.

Ablaufplan: Wir beginnen nachmittags mit den Arbeiten in der Eugenstraße 57/1, 57/2 und 57/3 und setzen diese anschließend in Landkutschersweg 10, Provenceweg 7 und Provenceweg 9 fort.

Wir werden dich kontinuierlich über den Fortschritt und mögliche Änderungen in diesem Blogbeitrag informieren. Falls du Fragen oder danach Probleme hast, kannst du uns gerne über das Kontaktformular erreichen.

UPDATE:
Wir sind mit allem fertig. Es sollte wieder alles normal funktionieren.

Netz-AK went 39C3

Wir durften dieses Jahr an Europas größtem Hackercongress teilnehmen – dem 39C3, dem 39. Chaos Communication Congress. Das ist ein viertägiges Event des Chaos Computer Club, das jährlich und mittlerweile wieder im Congress Center Hamburg (CCH) stattfindet.

Hier drei gute Gründe dafür, den C3 zu besuchen:

(1) Vorträge

Klarer Bestandteil und wahrscheinlich am meisten für die Bekanntheit des Congress verantwortlich – in die großen Medien geschafft haben es in die Vergangenheit schon Vorträge wie „Wir wissen, wo dein Auto steht“ (Positionsverläufe aller aktuelleren Volkswagen-Fahrzeuge, inkl. Regierungs- und Geheimdienstmitarbeiter, frei im Internet), „Die elektronische Patientenakte kommt – jetzt für alle!“ (gravierende Sicherheitsprobleme in der Implementierung der größten Digitalisierungsmaßnahme des deutschen Gesundheitswesens) oder „Operation Triangulation“. (Sicherheitsexperten des Unternehmens Kaspersky stellten eine von ihnen entdeckte zero-click-Attacke auf Apple-Mobilgeräte vor).

In den vier großen Räumen laufen den ganzen Congress über Vorträge. Den über 16.000 Besuchern dieses Jahr wurde ordentlich Programm geboten, durch die begrenzte Zeit wird automatisch sichergestellt, dass sich die verfügbaren Slots nur die interessantesten der eingereichten Vorträge sichern können. Live angeschaut habe ich mir zum Beispiel „Excuse me, what precise time is It?“, in dem der Vortragende verschiedene Arten der mikrosekundengenauen Zeitsynchronisation im Netzwerk vorgestellt und live vorgeführt hat. Außerdem durften natürlich auch dieses Jahr die „Security Nightmares“ nicht fehlen.

(2) in den Austausch mit anderen Assemblys kommen, Bekannte wieder treffen

Auf dem ganzen Messegelände sind Tische verteilt – diese Tische gehören zu sog. „Assemblys“, also Gruppen/Vereinen. Auf dem C3-Nav kann man sich einen Eindruck des Messegeländes verschaffen – und über die Anzahl der Gruppen. Wenn man sich nicht gerade in einem Vortrag befindet, durch die Hallen läuft oder etwas isst, sind diese Tische klassischerweise der Rückzugsort der Wahl. Freundlicherweise durften wir beim Chaostreff Tübingen unterkommen – vielen Dank dafür!

Direkt neben uns hatte der Selfnet e.V. aus Stuttgart seine Tische – der Betreiber des Wohnheimsnetzes für Stuttgart, Esslingen und Ludwigsburg. Zwei erfahrene Mitglieder nahmen sich freundlicherweise spontan die Zeit und führten mich virtuell durch ihr Wohnheimsnetz – und wir unterhielten uns über Themen wie Switchwahl, Wi-Fi-APs, Redundanz, Automatisierung und Routing. Den einen oder anderen Denkanstoß konnte ich mir dort auf jeden Fall abholen – auf dem niemals endenden Weg, unser Wohnheimsnetz immer weiter zu verbessern.

Mindestens zwei unserer Mitglieder haben außerdem überraschend weitere Bekannte wieder getroffen – die (IT-)Welt ist eben doch kleiner, als man denkt.

(3) Stände, Mitmach-Events, Eventgelände, Musik

Wie im o.g. C3-Nav ersichtlich ist das CCH wirklich riesig – und in jedem Raum ist ein anderes Design und andere Musik. Das Deko-Team hat sich auch dieses Jahr nicht lumpen lassen und ordentlich etwas auf die Beine gestellt. Außerdem werden viele Assembly-Tische als Stände verwendet, und es gibt kleine Events und „Self-Organized Sessions“ an denen man teilnehmen kann. In einer solcher Sessions konnte man z.B. SMD-Löten lernen.

Nur Bilder des Congress gibt es leider nur wenige – hauptsächlich, weil dort eine strikte „wenn du nicht wirklich jeden einzelnen auf dem Foto gefragt hast, darfst du’s nicht aufnehmen“-Policy herrscht. Das soll für alle eine möglichst lockere und unangestrengte Teilnahme ermöglichen. Einen visuellen Eindruck gewinnt man trotzdem hier, hier, hier und hier.

Viele der Vorträge wurden aufgezeichnet – sollte dieser Blogbeitrag dein Interesse geweckt haben, findet sich einiges auf der media.ccc.de-Website und dem YouTube-Kanal.

Die Teilnahme am 39C3 war eine tolle Erfahrung, die auf jeden Fall eine Wiederholung wert ist. Vielen Dank für die Möglichkeit!