Netz-AK went 39C3

Wir durften dieses Jahr an Europas größtem Hackercongress teilnehmen – dem 39C3, dem 39. Chaos Communication Congress. Das ist ein viertägiges Event des Chaos Computer Club, das jährlich und mittlerweile wieder im Congress Center Hamburg (CCH) stattfindet.

Hier drei gute Gründe dafür, den C3 zu besuchen:

(1) Vorträge

Klarer Bestandteil und wahrscheinlich am meisten für die Bekanntheit des Congress verantwortlich – in die großen Medien geschafft haben es in die Vergangenheit schon Vorträge wie „Wir wissen, wo dein Auto steht“ (Positionsverläufe aller aktuelleren Volkswagen-Fahrzeuge, inkl. Regierungs- und Geheimdienstmitarbeiter, frei im Internet), „Die elektronische Patientenakte kommt – jetzt für alle!“ (gravierende Sicherheitsprobleme in der Implementierung der größten Digitalisierungsmaßnahme des deutschen Gesundheitswesens) oder „Operation Triangulation“. (Sicherheitsexperten des Unternehmens Kaspersky stellten eine von ihnen entdeckte zero-click-Attacke auf Apple-Mobilgeräte vor).

In den vier großen Räumen laufen den ganzen Congress über Vorträge. Den über 16.000 Besuchern dieses Jahr wurde ordentlich Programm geboten, durch die begrenzte Zeit wird automatisch sichergestellt, dass sich die verfügbaren Slots nur die interessantesten der eingereichten Vorträge sichern können. Live angeschaut habe ich mir zum Beispiel „Excuse me, what precise time is It?“, in dem der Vortragende verschiedene Arten der mikrosekundengenauen Zeitsynchronisation im Netzwerk vorgestellt und live vorgeführt hat. Außerdem durften natürlich auch dieses Jahr die „Security Nightmares“ nicht fehlen.

(2) in den Austausch mit anderen Assemblys kommen, Bekannte wieder treffen

Auf dem ganzen Messegelände sind Tische verteilt – diese Tische gehören zu sog. „Assemblys“, also Gruppen/Vereinen. Auf dem C3-Nav kann man sich einen Eindruck des Messegeländes verschaffen – und über die Anzahl der Gruppen. Wenn man sich nicht gerade in einem Vortrag befindet, durch die Hallen läuft oder etwas isst, sind diese Tische klassischerweise der Rückzugsort der Wahl. Freundlicherweise durften wir beim Chaostreff Tübingen unterkommen – vielen Dank dafür!

Direkt neben uns hatte der Selfnet e.V. aus Stuttgart seine Tische – der Betreiber des Wohnheimsnetzes für Stuttgart, Esslingen und Ludwigsburg. Zwei erfahrene Mitglieder nahmen sich freundlicherweise spontan die Zeit und führten mich virtuell durch ihr Wohnheimsnetz – und wir unterhielten uns über Themen wie Switchwahl, Wi-Fi-APs, Redundanz, Automatisierung und Routing. Den einen oder anderen Denkanstoß konnte ich mir dort auf jeden Fall abholen – auf dem niemals endenden Weg, unser Wohnheimsnetz immer weiter zu verbessern.

Mindestens zwei unserer Mitglieder haben außerdem überraschend weitere Bekannte wieder getroffen – die (IT-)Welt ist eben doch kleiner, als man denkt.

(3) Stände, Mitmach-Events, Eventgelände, Musik

Wie im o.g. C3-Nav ersichtlich ist das CCH wirklich riesig – und in jedem Raum ist ein anderes Design und andere Musik. Das Deko-Team hat sich auch dieses Jahr nicht lumpen lassen und ordentlich etwas auf die Beine gestellt. Außerdem werden viele Assembly-Tische als Stände verwendet, und es gibt kleine Events und „Self-Organized Sessions“ an denen man teilnehmen kann. In einer solcher Sessions konnte man z.B. SMD-Löten lernen.

Nur Bilder des Congress gibt es leider nur wenige – hauptsächlich, weil dort eine strikte „wenn du nicht wirklich jeden einzelnen auf dem Foto gefragt hast, darfst du’s nicht aufnehmen“-Policy herrscht. Das soll für alle eine möglichst lockere und unangestrengte Teilnahme ermöglichen. Einen visuellen Eindruck gewinnt man trotzdem hier, hier, hier und hier.

Viele der Vorträge wurden aufgezeichnet – sollte dieser Blogbeitrag dein Interesse geweckt haben, findet sich einiges auf der media.ccc.de-Website und dem YouTube-Kanal.

Die Teilnahme am 39C3 war eine tolle Erfahrung, die auf jeden Fall eine Wiederholung wert ist. Vielen Dank für die Möglichkeit!

Mitgliederversammlung 2025 am 6. Januar 2026

Die Mitgliederversammlung für das Vereinsjahr 2025 findet am 6. Januar 2026 statt.

Geplant war ursprünglich ein Termin noch im Dezember, das hat zum Jahresende zeitlich leider nicht mehr gepasst.

Eine ordentliche Mitgliederversammlung ist nach Vereinsrecht vorgeschrieben. Bestimmte Fristen und formale Anforderungen müssen eingehalten werden, unabhängig davon, wie voll der Kalender am Jahresende ist. Deshalb wird die Versammlung nun Anfang Januar nachgeholt.

Um diese Situation künftig zu vermeiden, werden wir voraussichtlich dazu übergehen, die Mitgliederversammlung in den Sommer zu legen.

2025: ein wichtiges Jahr

2025 ist für den Verein ein besonderes Jahr.
Es ist das erste Jahr, in dem wir den Vertrag mit dem Studierendenwerk über den Betrieb des Netzwerks abgeschlossen haben. Damit ist eine lange offene Frage nun auch formal geklärt und auf eine stabile Grundlage gestellt.

Wachstum des Vereins

Ich freue mich außerdem darüber, dass ich zur diesjährigen Mitgliederversammlung 18 Personen einladen konnte.

Seit der Gründung haben sich die Mitgliederzahlen damit verdoppelt.

Man merkt zunehmend, dass Struktur und Aktivität im Verein langsam Fahrt aufnehmen. Aufgaben verteilen sich besser, Abläufe werden klarer und das Engagement wächst kontinuierlich.

2025-12 Was passiert eigentlich, wenn ihr uns schreibt?

Seit April läuft unser Support über ein neues Ticketsystem: FreeScout.
Vorher war es oft unübersichtlich, mit nur einem Postfach, das von mehreren Personen gelesen und beantwortet wird. Jetzt haben wir einen besseren Überblick. Und ein paar Zahlen, die wir ganz interessant finden und mit euch teilen möchten.

Zahlen seit dem Start

193 Personen haben uns geschrieben.
610 Antworten haben wir verschickt.
Das macht etwa vier pro Tag.
216 Tickets / Fälle haben wir inzwischen geschlossen.
Bei 81 davon hat eine Antwort gereicht.

Der größte Andrang kommt wie immer zum Einzug ins Wohnheim. Da gibt es viele neue Leute und entsprechend viele Fragen.

Wie schnell wir antworten

Kurz gesagt: meistens ziemlich schnell.
Etwa die Hälfte aller Anfragen beantworten wir innerhalb einer Stunde.
Im Schnitt dauert es 48 Minuten.

Wir machen das ehrenamtlich. Ohne Büro, ohne feste Zeiten. Wenn viel los ist, wie beim Einzug, sind wir besonders aufmerksam, damit niemand zu lange ohne Antwort bleibt.

Wann ist ein Ticket erledigt?

Das passiert bei uns nicht automatisch.
Wenn wir antworten und dann nichts mehr von dir kommt, lassen wir das Ticket erst einmal offen. Vielleicht hat unsere Antwort geholfen. Vielleicht brauchst du noch Zeit. Vielleicht ist die Mail untergegangen. Wir wissen es nicht.

Irgendwann, wenn Zeit ist, gehen wir die offenen Tickets durch und schließen die, bei denen sich nichts mehr tut.

Deshalb sieht es so aus, als würden viele Tickets erst nach über zwei Tagen gelöst. In Wirklichkeit sind die meisten viel früher erledigt. Wir drücken nur nicht sofort auf „geschlossen“.

Wie viel Hin und Her braucht es?

In drei von vier Fällen reicht eine oder zwei Antworten. Manchmal braucht es ein paar Nachrichten mehr – oder es kommt einfach noch ein „Danke“ und ein „Viel Spaß im Netz“ hinterher. Das macht die Statistik länger, obwohl das Thema eigentlich schon durch war.

Einzugsphase und Router

In den Daten sieht man ganz klar die Einzugsphase. Und dass sich viele von euch erst nach dem Einzug mit dem Thema Internet im Wohnheim und Router beschäftigen.

Viele scheinen dann im Stress einfach in den nächstbesten Laden zu gehen, der Router verkauft, und lassen sich dort irgendetwas andrehen, was der Laden gerade loswerden will.

Das Problem:
Diese „Fachverkäufer“ informieren sich leider überhaupt nicht darüber, was unsere fünfeinhalbtausend User eigentlich brauchen.

Es ist echt schade, wenn sich einige von euch den wahrscheinlich besten Internetzugang, den ihr bisher hattet – und vermutlich auch in den nächsten fünf bis zehn Jahren haben werdet – durch einen schlechten Router vermiesen.

Im lokalen Einzelhandel kostet ein Router bestimmt 30 Prozent mehr als online. Das ist auch völlig in Ordnung.
Kauft aber bitte nichts, was auf unserer Webseite schon als unzureichend markiert ist.

Wir geben uns mit unseren Anleitungen wirklich Mühe. Und wenn ihr euch bei einem Gerät nicht sicher seid, das nicht auf der Liste steht: Fragt einfach. Wir helfen euch gerne weiter.

Wenn ihr Fragen habt, meldet euch!

Wir antworten meistens schnell und geben uns Mühe.
Inzwischen wissen wir sogar ziemlich genau, wie schnell wir antworten.

2025-12-07 Teilweiser Ausfall Reutlingen Pestalozzistr. 63

Durch ein Versehen meinerseits habe ich leider gerade die Pestalozzistr. 63 teilweise offline genommen. Das tut mir leid. Ich kümmere mich heute noch darum, euch wieder online zu bringen.

Update: Die Pestalozzistr. 63 ist wieder online.

2025-12-07 Ausfall der Eugenstr.

Unsere Monitoring-Lösungen zeigen uns an, dass es unsere Switches in der Eugenstr. nicht mehr erreichen kann. Woran das liegt ist nicht ganz klar, es könnte an einem an Altersschwäche gestorbenen Switch oder an irgendwelchen Problemen mit dem Uplink liegen.

Wir kümmern uns heute noch drum.

Update: Die Eugenstr. ist wieder online. Bei fortbestehenden Problemen bitte melden.

2025-11-15 Tausch von Switches in der Fruwirthstr. 3+7+9

Hallo zusammen,

im Laufe des Abends tauschen wir Switches in der Fruwirthstr. 3, 7 & 9 – dabei fällt das Internet jeweils für ca. 1h aus.

Wir melden uns, sobald wir durch sind – spätestens morgen früh sollte alles wieder funktionieren!

Update 21:42: Die Fruwirthstr. 3 ist bereits abgeschlossen – sollten Probleme bestehen, bitte möglichst bald melden!

Update 00:28: Fruwirthstr. 7&9 sind auch getauscht – und wir sind wieder in Tübingen.

Ihr solltet alle also wieder Internet haben – und neue Switches, die lang halten werden. 🙂

2025-10-09 Reutlingen Pestalozzistr. 67

Ein Switch der 24 Zimmer versorgt ist ausgefallen.

Wir nutzen den Vorfall das Gebäude auf Gigabit upzugraden.

Das ganze geschieht heute Abend.

Update:
21:30 –
Es sollte wieder alles gehen, wir sind fertig mit dem Hardwaretausch. Wenn es noch Probleme gibt, kontaktiert uns über das Kontaktformular.

Vorstellung des Netz-AKs im Vorkurs der HS Albstadt-Sigmaringen

(Bild von Andrew Tan auf Pixabay)

Im Rahmen des Vorkurses an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen wurde dem Netz-AK die Möglichkeit eingeräumt sich den Studierenden vorzustellen. Dabei hat sich der Netz-AK in drei verschiedenen Events den vier verschiedenen Fakultäten vorgestellt. Ziel der Vorstellung war es einerseits neue Mitglieder zu gewinnen und andererseits Bewohnern der Wohnheime darüber zu informieren an wen diese sich bei Netzwerkproblemen wenden sollen.

Insgesamt war die Vorstellung des Netz-AKs ein voller Erfolg, der den Weg für die weitere Zusammenarbeit mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen ebnet. Der Netz-AK bedankt sich herzlich bei den Verantwortlichen der Vorkurse, die die Vorstellung ermöglicht haben.

 

Gigabit? Naja… (Update vom 15. September 2025)

Vor knapp zwei Jahren hatte ich hier schon mal Zahlen zur Nutzung von Gigabit-Anschlüssen in unseren Wohnheimen gepostet. Heute habe ich wieder reingeschaut – und naja, so richtig der große Durchbruch ist es nicht geworden:

Ort Dez 2023 Sep 2025 Veränderung
Geislingen 25 % 35 % +10
Albstadt 53 % 48 % −5
Sigmaringen 33 % 26 % −7

Geislingen legt ordentlich zu, Albstadt fällt ein bisschen zurück, bleibt aber vorne, und Sigmaringen dümpelt mittlerweile bei nur noch 26 % herum. Ob das jetzt schon eine klare Tendenz ist? Schwer zu sagen – die Messung fällt mitten in die Semesterferien, wir haben also insgesamt eine kleinere Stichprobe. Aber die Richtung ist trotzdem interessant.

Router-Rückläufer: Das Trauerspiel

Nebenbei sammeln wir gerade Router ein, die beim Auszug von Studierenden in den Wohnheimen zurückgelassen wurden. Das Ergebnis? Ernüchternd: Unter 5 % der Geräte können überhaupt 5 GHz-WLAN – und damit auch kein Gigabit sauber weiterreichen.

Klar, wer einen guten Router hat, nimmt ihn mit. Aber es ist schon bitter zu sehen, mit welchen Museumsstücken manche hier ans Netz gehen. Fast-Ethernet-Ports, kein 5-GHz-Band, instabiles WLAN – das erklärt einiges.

Fazit

Heißt für uns: Mehr Aufklärung! Entweder verstehen viele gar nicht, was ihr Anschluss hergibt – oder sie brauchen schlicht kaum Internet. Bis auf ein einzelnes Wohnheim in Tübingen (da warten wir noch auf den Schlüssel) haben wir jedenfalls in allen 102 Wohnheimen schon eigene Aushänge gemacht. Mal sehen, ob’s hilft.

2025-09-14 Wartungsarbeiten Geissweg

Lange erwartet – heute Abend upgraden wir den Geissweg auf Gigabit. Währenddessen des Aus- und Einbaus von Switches fällt das Internet dort für 2-3 Stunden aus.

Wir melden uns, sobald das Internet wieder da ist.

Update 20:06: Alles wieder online – jetzt 10x so schnell!